Skip to content
Sie befinden sich hier: Startseite MARHABA
Neue Initiative von WIR FÜR UNS für Asylwerberinnen in Eisenerz Print

Ab sofort organisiert WIR FÜR UNS  Handarbeitsnachmittage für Asylwerberinnen.

Unter Anleitung von Susanne Sagmeister, die ein Handarbeitsgeschäft betreibt, und ehrenamtlichen WIR FÜR UNS- Helferinnen, werden Hauben und Schals gehäkelt und gestrickt, es gibt regen Austausch über unterschiedliche Muster und Methoden, Sprachbarrieren spielen dabei kaum eine Rolle.  Wir sehen das, neben dem Sprachunterricht, als weiteren wichtigen Beitrag zur Integration von Frauen und Mädchen in unsere Gesellschaft. Die gefertigten Produkte werden beim Weihnachtsmarkt am 24.11. zum Verkauf angeboten. 


 
Marhaba Eisenerz. Flüchtlinge zu Besuch beim eisernen Riesen Print
Seit Ende des Jahres 2015 ist Eisenerz die neue Heimat von rund 50 Schutzsuchenden aus Afghanistan, Syrien, Irak und Iran. Gut aufgenommen wurden sie vor Ort vom Verein „Wir für Uns“. Nun durften die Neuankömmlinge im Zuge einer Hauly-Spritztour den irdenen Riesen besser kennenlernen, der über der Stadt thront.
 
Seit 1.300 Jahren wird am steirischen Erzberg Eisenerz abgebaut – somit ist der Berg und die Umgebung seit 1.300 Jahren nicht nur Arbeitgeber und Schatzkammer, sondern auch Heimat. Ende des Jahres 2015 wurde Eisenerz auch zur Heimat für rund 50 Asylwerber, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung am Fuße des Erzberges eine neue Bleibe fanden.
 
Unter der Ägide des ortsansässigen Vereins „Wir für Uns“ wurde nicht nur schnell und professionell ein Deutschkurs für die Neuankömmlinge organisiert, sondern auch effektiv die Integration der neuen Eisenerzer vorangetrieben.
 
Das Leben in Eisenerz war seit jeher vom ehernen Riesen beeinflusst, an dessen Fuße die Stadt liegt. So war es natürlich auch mehr als höchste Zeit, dass die neuesten Einwohner der Stadt die größte Pyramide der Welt etwas besser kennenlernten. Rund 40 von ihnen folgten der Einladung, mit dem Hauly (WABCO HAULPACK 85D) eine Spritztour im Betriebsgelände von Mitteleuropas modernsten Erzbergwerk zu drehen. Da staunten viele der Besucher nicht schlecht, als sie vor dem riesigen Hauly standen – immerhin ist er mit elf Metern Länge, fünfeinhalb Metern Breite und fast sechs Metern Höhe doch ein imposanter Anblick.
 
Seit wann wird hier Eisenerz abgebaut? Wieviel wird eigentlich Jahr um Jahr zu Tage gefördert? Was passiert bei der Sprengung und danach? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen wurden während der Spritztour mit dem größten Taxi der Welt ausführlich besprochen. Verständnisprobleme gab’s keine – ein Dolmetscher sorgte für die Übersetzung vom Deutschen ins Farsi, so blieben keine Fragen ungeklärt. Erst recht standen die Münder offen, als der Hauly im Anschluss auch noch auf’s Genaueste unter die Lupe genommen werden durfte – immerhin ist der Erzberg ein Museum zum Anfassen, und der, im wahrsten Sinne des Wortes, größte Star, der hier seine Runden dreht, zeigt natürlich auch gerne was er hat.
 
Der Eisenerzer Verein „Wir für Uns“ dient als einende Plattform für Menschen, die bereit sind, ihr Leben in den Dienst der Solidarität und des sozialen Engagements zu stellen. Dabei richtet man sich besonders an ältere Bürger, die „noch  lange nicht zum alten Eisen (!)“ gehören, und die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in den Dienst der guten Sache stellen wollen.
 
Für die in Eisenerz ansässigen Asylwerber organisierte „Wir für Uns“ ab Herbst 2015 mit acht ehrenamtlichen Lehrern unter dem Projekttitel „Marhaba“ Deutsch-Kurse für die Flüchtlinge . Während der Ferien wird ebenfalls 3 Mal pro Woche Deutschunterricht angeboten, zudem gibt es Spezialförderungen , und zwei der Asylwerber dürfen   beim Roten Kreuz als ehrenamtliche Helfer mitarbeiten .  Auch konnte für eine Familie, die kurzfristig ihr Quartier in Eisenerz verlassen hätte müssen, schnell eine Alternative geschaffen werden.
 
„Integration kann nicht durch Ignorieren, sondern nur durch Hinschauen und Helfen gelingen“ ist das Motto des Vereines. In diesem Sinn will auch die VA- Erzberg ihre Unterstützung der Arbeit von „Wir für Uns“ verstanden wissen.
 

 
WIR FÜR UNS Flüchtlingsbetreuung Print

Eine Bilanz nach 7 Monaten

Unter dem Projekttitel „MARHABA“ hat der Verein WIR FÜR UNS im November 2015 unbürokratisch, und ohne Zeit zu verlieren, mit Deutschkursen für die Eisenerzer Asylwerber begonnen. Insgesamt 8 Lehrerinnen und Lehrer haben sich bereit erklärt, ihre Zeit zur Verfügung zu stellen, und unterrichten seit nunmehr 7 Monaten 4x wöchentlich in den Büroräumlichkeiten von WIR FÜR UNS . Nach einem anfänglichen Lernprozess, was die Zeitdisziplin betrifft, hat sich zwischen Betreuern und Schülern eine respektvolle und vielfach auch freundschaftliche Beziehung entwickelt, mir ist es wichtig, dass unser Büro nicht nur „Schulklasse“ ist, sondern auch zentrale Anlaufstelle für alle Probleme und Sorgen der Asylwerber.

Zu danken ist jenen Spendern, die uns von Anfang an finanziell unterstützt haben, und es zum Teil immer noch tun ( DI Ronge aus Eisenerz für seinen Dauerauftrag!), ich konnte Winterschuhe, Turnschuhe , Schirme, Essensgutscheine, Fahrkarten und Haushaltsartikel usw kaufen, Dinge, die dringend benötigt werden.

Auch ist es gelungen, einer Familie, die aufgrund einer äußerst fragwürden Aktion des Quartiergebers Eisenerz hätte verlassen müssen, ein neues Zuhause zu verschaffen. Dafür ist DI Arneth zu danken, der sich in Hinblick auf die kritische Situation spontan entschlossen hat, eine Wohnung in der Siedlung Münichtal zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang muss auch die sehr gute Kooperation zwischen Alexandra Maurer vom Meldeamt Eisenerz und der Caritas- Zuständigen Claudia Wilding erwähnt werden. Leider ist das alles andere als selbstverständlich, allzu oft wird „die Nichtzuständigkeit“ als Ausrede dafür benutzt, sich so wenig wie nur möglich um das Thema Integration zu kümmern.

Bedauerlich ist: Es gibt keinen öffentlichen Diskurs, keine kommunalen Zusammentreffen oder Veranstaltungen, die eine Zusammenführung von Asylwerbern und Bevölkerung ermöglichen. Was nicht von Privaten und Vereinen organisiert wird, findet nicht statt. Soziale Verantwortung wird nicht gelebt , sondern bestenfalls delegiert. In dieser Hinsicht herrscht kommunales Totalversagen.

Umso mehr ist jenen Unermüdlichen zu danken, die sich, ungeachtet der Schwierigkeiten, für unsere mittlerweile gar nicht mehr so „neuen“ Eisenerzer engagieren. Vielen herzlichen Dank!

 
MARHABA- Das WIR FÜR UNS Flüchtlingsprojekt Print

 In der zweiten Jahreshälfte 2015, als immer mehr Flüchtlinge nach Österreich kamen, habe ich öffentlich darauf hingewiesen, dass speziell Eisenerz, als Stadt mit hunderten leeren Wohnungen, nicht nur genügend Platz zur Aufnahme von Schutzsuchenden hätte, sondern als sozialdemokratische Gemeinde aufgrund der- in der sozialdemokratischen Bewegung immer hoch gepriesenen- Gesinnung der Solidarität -  verpflichtet wäre, sich darum zu bemühen. Monatelang passierte nichts dergleichen, und es war letztlich auch nicht soziale Verantwortung, die zu einer Aufnahme von  Asylwerbern führte, sondern der Druck von Seiten des Landes.

 Bestens betreut von Jugend am Werk und Caritas sind nun seit einigen Monaten über 50 Asylwerber in Eisenerz, und es sind ausschließlich Privatpersonen, die sich, über die Grundbetreuung hinaus , für  deren Integration einsetzen. Acht ehemalige Lehrerinnen und Lehrer konnte WIR FÜR UNS gewinnen, die je zwei Gruppen Deutschunterricht geben, und das zweimal wöchentlich. Die Räumlichkeiten stellt WIR FÜR UNS von Montag bis Donnerstag am frühen Vormittag zur Verfügung. Es wird auch in kleinen Gruppen Spezialförderung angeboten, zwei  junge Mädchen können auf Initiative des ehemaligen BORG- Professors  Wolfgang Meixner als außerordentliche Hörerinnen die Schule besuchen. Eine Benefizveranstaltung mit Wolfram Berger und Erika Pluhar  brachte die Grundlage  für die Eröffnung eines Spendenkontos, um im Notfall unbürokratisch aushelfen zu können.

WIR FÜR UNS versteht sich als Helfer für alle, die Hilfe brauchen. Wir machen keinen Unterschied, was Staatsbürgerschaft, Alter oder Religion betrifft. Wir alle, die helfen, fühlen uns bereichert durch große Dankbarkeit und Liebenswürdigkeit derer, für die wir uns bemühen. Letztlich kommt unsere Initiative ja nicht nur den Asylwerbern, sondern der gesamten Bevölkerung zugute. Integration kann nicht durch Ignorieren, sondern nur durch Hinschauen und Helfen gelingen. Und es ist völlig überflüssig, sich  immer wieder darüber zu unterhalten, ob wir damit einverstanden sind, dass Asylwerber bei uns sind. Die Zivilgesellschaft muss sich  angesichts der Situation neu aufstellen, und es wäre sehr hilfreich, würden das langsam auch die so genannten Verantwortungsträger erkennen. Was wir nämlich sicher nicht brauchen ist, dass wir, die aktiv etwas tun und helfen, bei jeder Gelegenheit zu hören bekommen, dass  „die Stimmung zu kippen droht“ , eine Diktion, die  aus persönlicher Angst, und dem daraus resultierendem Unvermögen, mit der Situation umzugehen, kommt.  Dabei wäre eine Stärkung der Bevölkerung in dieser herausfordernden Zeit so wichtig wie noch nie.  Es wäre schon geholfen, würde uns wenigstens die tägliche Offenbarung der politischen Überforderung erspart bleiben.

Wir brauchen weder Sozialromantiker noch Phantasten, aber auch keine Miesmacher, Angstmacher , Hetzer und  Zurufer von außen, die alles wissen, aber nichts tun.

Es gibt zum Glück viele Menschen mit Hirn , Hausverstand und einem großen Herzen , all denen kann gar nicht genug gedankt werden.

Christine Brunnsteiner

 
Benefizkabarett mit Gunkl Print

Das  Benefizkabarett mit Gunkl in Eisenerz wurde zum großen Publikumserfolg, aber es brachte vor allem auch für den Verein WIR FÜR UNS und seine Spendenaktion für Asylwerber in Eisenerz große Freude.

Die Organisatoren Dominik Rodlauer, Fabio Perndorfer und Christoph Swoboda übergaben im Büro von WIR FÜR UNS an Christine Brunnsteiner und den Jugend am Werk- Flüchtlingsbetreuer Semir Ben  Amor  über 1000€  für das Projekt MARHABA.  Vielen Dank den sympathischen , engagierten Jugendlichen, im Namen unserer „neuen Eisenerzer“!

MARHABA

Auf diesem Wege auch herzlichen Dank dem Architekturbüro Frei & Wurzrainer aus Hausmannstätten, das auf Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter zugunsten der Initiative MARHABA verzichtet hat. Vielen Dank all diesen wunderbaren Menschen, die ihre Herzen öffnen für jene, die Hilfe brauchen!
 
Christine Brunnsteiner

 
ES GEHT UMS TUN Print

Was sich in der Welt abspielt, hält uns in Atem. Niemand konnte in den vergangenen Monaten ernsthaft glauben, all das würde an uns vorbeigehen, uns nicht betreffen und treffen.

WIR FÜR UNS
hat sich darum bemüht, die Verantwortlichen zu überzeugen, das Unvermeidliche, und aus der Krisensituation heraus einzig Logische, nämlich die Unterbringung von Asylsuchenden in unserer Stadt, soweit als möglich selber in die Hand zu nehmen.  Sich beim Land freiwillig zur Aufnahme von Flüchtlingen zu melden – so meine Idee vor einem halben Jahr -  ist  klüger, als darauf zu warten, bis das Durchgriffsrecht  schlagend wird und man keine Möglichkeit mehr hat , Einspruch zu erheben.

Wir haben uns aber nicht nur für die Aufnahme von Flüchtlingen eingesetzt. Wir tun auch etwas. WIR FÜR UNS organisiert Deutschkurse für  die „neuen Eisenerzer“ und stellt das Büro stundenweise dafür zur Verfügung. Gelehrt wird aber nicht nur Deutsch, sondern auch, wie man bei uns lebt, was man darf und was nicht, dass bei uns Frauen und Männer gleichberechtigt sind und vieles mehr. Das ist Integration.

Dafür werden wir von einigen Einheimischen, die keine Ausländer mögen, mit  Argwohn, um nicht zu sagen, mit Verachtung  gestraft. Das wundert mich ein wenig, hatte ich doch die meisten trotz allem für so verständig eingeschätzt, dass sie erkennen, wie viel sie auch selber von unserem Engagement profitieren.

Ich gebe auch gerne zu, dass  das, was wir machen, nicht ausschließlich mit Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft zu tun - sondern durchaus auch egoistische Motive- hat. Ich möchte in einer Stadt leben , in der alle Generationen, wie auch unterschiedliche Kulturen gut miteinander auskommen.  Dazu muss man die Regeln kennen und  lernen, dass sie einzuhalten sind , und dass sie für alle gelten. Da darf es keinen Spielraum geben, für niemanden.WIR machen diese Arbeit, und  WIR machen sie FÜR UNS alle, nicht nur für die „Neuen“.

Ich respektiere, dass Menschen  die Arbeit mit Fremden aus unterschiedlichen Gründen nicht machen können oder wollen. Aber es wäre schön, jenen, die diese Arbeit im Sinne der Allgemeinheit tun,  wenn schon sonst nichts, dann zumindest ab und zu  ein Lächeln zu schenken.

Bei dieser Gelegenheit sei jenen engagierten   Lehrerinnen und Lehrern gedankt, die rund 28 Asylwerbern im Büro von WIR FÜR UNS ehrenamtlich Deutschunterricht geben, und dem Pensionistenverband  für die Bereitschaft, seinen Vereinsraum ebenfalls für „Schulstunden“ zur Verfügung zu stellen.

ES GEHT UMS TUN, und das ist leichter als man denkt. 
SPENDENKONTO MARHABA bei der Sparkasse
AT 57 2081 5000 2536 0439

DANKE !
Christine Brunnsteiner

 
MARHABA heißt WILLKOMMEN Print

Marhaba am 15.11.2015

 
„WEGSCHAUEN IST KEINE LÖSUNG“ Print

 

Am Dienstag, den 25.8. informiert Bürgermeister Walter Hubner aus Vordernberg über die gelungene Aufnahme von Flüchtlingen in seiner Gemeinde.

Ort: Büro von WIR FÜR UNS, Rennerstrasse 1
Zeit: 15.00 Uhr

Eine Initiative des Vereines WIR FÜR UNS und engagierter Eisenerzer Bürger