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WIR FÜR UNS Flüchtlingsbetreuung Print

Eine Bilanz nach 7 Monaten

Unter dem Projekttitel „MARHABA“ hat der Verein WIR FÜR UNS im November 2015 unbürokratisch, und ohne Zeit zu verlieren, mit Deutschkursen für die Eisenerzer Asylwerber begonnen. Insgesamt 8 Lehrerinnen und Lehrer haben sich bereit erklärt, ihre Zeit zur Verfügung zu stellen, und unterrichten seit nunmehr 7 Monaten 4x wöchentlich in den Büroräumlichkeiten von WIR FÜR UNS . Nach einem anfänglichen Lernprozess, was die Zeitdisziplin betrifft, hat sich zwischen Betreuern und Schülern eine respektvolle und vielfach auch freundschaftliche Beziehung entwickelt, mir ist es wichtig, dass unser Büro nicht nur „Schulklasse“ ist, sondern auch zentrale Anlaufstelle für alle Probleme und Sorgen der Asylwerber.

Zu danken ist jenen Spendern, die uns von Anfang an finanziell unterstützt haben, und es zum Teil immer noch tun ( DI Ronge aus Eisenerz für seinen Dauerauftrag!), ich konnte Winterschuhe, Turnschuhe , Schirme, Essensgutscheine, Fahrkarten und Haushaltsartikel usw kaufen, Dinge, die dringend benötigt werden.

Auch ist es gelungen, einer Familie, die aufgrund einer äußerst fragwürden Aktion des Quartiergebers Eisenerz hätte verlassen müssen, ein neues Zuhause zu verschaffen. Dafür ist DI Arneth zu danken, der sich in Hinblick auf die kritische Situation spontan entschlossen hat, eine Wohnung in der Siedlung Münichtal zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang muss auch die sehr gute Kooperation zwischen Alexandra Maurer vom Meldeamt Eisenerz und der Caritas- Zuständigen Claudia Wilding erwähnt werden. Leider ist das alles andere als selbstverständlich, allzu oft wird „die Nichtzuständigkeit“ als Ausrede dafür benutzt, sich so wenig wie nur möglich um das Thema Integration zu kümmern.

Bedauerlich ist: Es gibt keinen öffentlichen Diskurs, keine kommunalen Zusammentreffen oder Veranstaltungen, die eine Zusammenführung von Asylwerbern und Bevölkerung ermöglichen. Was nicht von Privaten und Vereinen organisiert wird, findet nicht statt. Soziale Verantwortung wird nicht gelebt , sondern bestenfalls delegiert. In dieser Hinsicht herrscht kommunales Totalversagen.

Umso mehr ist jenen Unermüdlichen zu danken, die sich, ungeachtet der Schwierigkeiten, für unsere mittlerweile gar nicht mehr so „neuen“ Eisenerzer engagieren. Vielen herzlichen Dank!